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Ziele

Ausgangssituation

Seit Jahren beschäftigt das Thema „Schwimmen lernen“ die deutsche Bevölkerung. In vielen Publikationen werden die verschiedensten Gründe aufgeführt, warum die Schwimmsicherheit von Kindern und Erwachsenen in den vergangenen Jahren massiv eingebrochen ist.

Nach neuesten Erkenntnissen sind 70 % der abgehenden Viertklässler nicht in der Lage sicher zu schwimmen.

Unter „sicherem schwimmen“ definieren wir die Schwimmfähigkeit die mit einer Prüfung, dem Deutschen Bronze Schwimmabzeichen, von einem autorisierten Prüfer abgenommen wird.

Bei Erwachsenen wird die Zahl derer die „unsicher“ Schwimmen, also nie gelernt haben, z. B. unter Wasser auszuatmen, ins Wasser zu springen und zu tauchen (alles Dinge die wir zu den Grundfähigkeiten des Schwimmens zählen) auf ca. 60 – 70 % geschätzt.

Dadurch erreichen uns in jedem Sommer zahlreiche Meldungen von ertrunkenen Kindern und Erwachsenen, die in Seen, Flüsse oder im Meer den Tod gefunden haben.

Die aktuelle Situation in Deutschland zum Thema Flüchtlinge, man kann davon ausgehen, dass 95 % die in unser Land kommen nicht schwimmen können, wird die Problematik des Schwimmen Lernens in Zukunft weiter verschärfen und uns noch viele Jahre beschäftigen.

Die Schwimmausbildung in Deutschland baut auf drei Säulen auf:

  1. DLRG, Wasserwacht, DSV usw.
  2. Öffentliche Schulen
  3. Kommerzielle Schwimmschulen und selbsternannte Schwimmlehrer:innen

In den 70’ger Jahren wurde zwar der Versuch unternommen eine einheitliche Schwimmausbildung inkl. der entsprechenden Schwimmabzeichen zu etablieren, aber man kann heute davon ausgehen, dass diese wirklich gute Idee gescheitert ist. Die Verbände sind untereinander uneins, es gibt keine einheitliche Linie mehr und mittlerweile kann, dank des Internets, sich jeder die Schwimmabzeichen und Pässe besorgen wann immer er will. Folglich ist die so wichtige Abnahme der Schwimmabzeichen nur noch Makulatur.

Die Prüfungen und die damit verbundenen Erwartungen (Schwimmfähigkeit und Schwimmsicherheit) verlieren somit an ihrer Wertigkeit.

Nicht umsonst wird von Spöttern dieses Systems beim Seepferdchen „von der Lizenz zum Ertrinken“ gesprochen.

Um für die Zukunft in Deutschland für das Thema Schwimmen lernen gerüstet zu sein, sollten unserer Meinung nach an ganz anderen Stellen die Hebel angesetzt werden.

Unserer Meinung nach liegen vielmehr die Probleme an:

  • der mangelhaften Schwimmausbildung vieler Lehrer/Übungsleiter usw.
  • dass Personen ohne staatliche Kontrolle und anerkannten Ausbildung (C-Trainer, Kursleiter Schwimmen DSV usw.) sich Schwimmlehrer nennen und aufgrund der Gewerbefreiheit überall in Deutschland eine „Schwimmschule“ betreiben können
  • der unterschiedlichen Auffassung was Schwimmen bzw. Schwimmfähigkeit bedeutet
  • demensprechend werden diesen Definitionen Ziele, Methodik und Didaktik untergeordnet
  • Schwimmlehrer/innen die sich der spielpädagogischen und ganzheitlichen Methodik u. ä. verschließen und somit auch den Weg für neuen interessante Wege versperren

Um die o. g. Probleme in den Griff zu bekommen sehen wir die Notwendigkeit einer Gründung des Bundesverbandes der Schwimmlehrer/innen als absolut notwendig an und haben uns am 23.10.2016 dazu entschlossen, einen Bundesverband der Schwimmlehrer/innen zu gründen.

Uns ist durchaus bewusst, dass hier ein langwieriger Prozess angeschoben und betreut werden muss, aber letztendlich haben wir als Schwimmlehrer/innen, /Babykursleiter/innen und Aquafitnesstrainer/innen eine hohe Verantwortung gegen über den uns anvertrauten Menschen.

Um für die Zukunft in Deutschland gerüstet zu sein schlagen wir deshalb folgende Lösungsansätze vor:

  • Schaffung eines staatlich anerkannten Berufsbildes
  • Kooperationen mit den Spitzenverbänden z. B. DSV, DLRG, Wasserwacht
  • Die Zusammenarbeit von Schwimmlehrer/innen, Babykursleiter/innen und Aquafitnesstrainer/innen zu fördern (Jobbörse, Schaffung von Praktikumsstellen u. ä.)
  • Schaffung von einem Mehrwert für die zukünftigen Mitglieder durch unsere Kooperationspartner
  • Unterstützung und Vermittlung bei rechtlichen und steuerlichen Fragen z. B. Verträge für Honorarkräfte, Mehrwertsteuerbefreiung etc.
  • Unterstützung und Beratung für Geschäftsmodelle, Selbstständigkeit usw