PRESSEMITTEILUNG zu sexuellen Missbrauchs Vorwürfen gegenüber einem Schwimmlehrer aus dem Badischen

Postbauer Heng, Mit großer Bestürzung hat der Präsident des Deutschen Schwimmlehrerverbandes, Alexander Gallitz, auf die schweren Missbräuche Vorwürfe im Badischen reagiert. „Wir wollen hiermit unserer Anteilnahme und tiefes Mitgefühl gegenüber den Opfern ausdrücken“, so der Präsident. Weiter erläutert er: „leider ist es Tatsache, dass sich die meisten pädophilen Täter Berufe mit Kindern für ihre Neigungen wählen. So sind diese Täter überdurchschnittlich oft als Lehrer, Erzieher und Übungsleiter in Sportvereinen tätig. viele Fachverbände u. a. auch der Deutsche Schwimmlehrerverband arbeiten bereits seit Jahren mit Präventionsmaßnahmen gegen sexuellen Missbrauch. So fordern sie in kurzen Abständen erweiterte Führungszeugnisse von ihren Schwimmlehrern, arbeiten wenn möglich nur noch ab zwei Lehrern pro Kurs oder bitten Eltern als Zuschauern an den „Beckenrand“.
Aber trotz all dieser Maßnahmen gibt es leider keine 100 % Sicherheit, was der aktuelle Fall beweist. Wieder ist ein Pädophiler durchs Netz geschlüpft.
Der Deutsche Schwimmlehrerverband wird sich sehr genau anschauen, wie dies geschehen konnte und versuchen Antworten auf die Fragen zu finden:
Wieso fielen diese Neigung nicht früher auf?
Warum haben sich Eltern nicht früher gemeldet?
Wurden Warnungen missachtet??

„Wir müssen als Konsequenz nun sehr genau hinschauen und weitere Maßnahmen entwickeln damit so eine schreckliche Sache nie wieder passiert“, so Alexander Gallitz weiter.
Was es dazu braucht wird die Aufarbeitung mit den betroffenen Schwimmschulen, den Eltern und Ehrenamtlichen zeigen.
Wie können aber Eltern ihre Kinder, gerade beim Schwimmunterricht, der ja auch in einem sehr engen, „intimen“ (die Schwimmlehrer sind zumeist mit den Kindern im Wasser) und geschützten Raum (oft in Privatbäder) schützen??
Hierzu rät Alexander Gallitz:
Hören sie auf Ihr Kind und ihr Bauchgefühl: geht ihr Kind gerne in den Kurs? Geht es offen auf die Lehrer zu oder hält es vorsichtig Abstand?
Sprechen Sie mit ihrem Kind: wie war die Schwimmstunde, was habt ihr gemacht, …
Grundsätzlich gilt immer – egal ob für Schwimmkurs, Musikschule, Kindergarten oder Kirche – bestärken sie ihr Kind „Nein“ zu sagen, wenn es sich nicht wohl fühlt. Besprechen sie, was okay ist und was nicht. Handreichungen für dieses schwierige Themen finden sie auf der Internetzeit der BzGA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) oder auf Seiten wie trau-dich.de
Alexander Gallitz – Präsident

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